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Notation

 

 

 

Wir verwenden in unseren Trommelseminaren eine Form der Notation, die sehr einfach ist und zudem aber auch wichtige Grundkonzepte der afrikanischen Musikforschung gut darstellt.

 


Lineare Notation

 

a) Elementarpulsation:

Die Präsenz der mentalen Hintergrundpulsation wird durch einzelnen Striche dargestellt:

 

 

 b) Beat:

Dieser durchlaufende, ständig wiederkehrende Grundschlag  wird durch die Bündelung der Elementarpulsation zu einem Vierer- oder Dreierpack dargestellt, wobei der Beat auf der ersten dieser Elementarpulsationen gesetzt wird. Der Beat muss nicht unbedingt für alle Stimmen im Ensemble ein Bezugspunkt sein. Trotzdem ist er für die Gesamtheit des Ensembles ein wichtiger Orientierungspunkt. Er wird häufig von den TänzerInnen gestampft und von den  TeilnehmerInnen geklatscht. Auch die Breaks, die markanten Djembephrasen zur Einleitung oder zur Beendung von Rhythmen, beginnen immer am Beat.

 

   

c) Zyklus:

Die rhythmisch-melodischen Motive oder Phrasen in dieser rhythmischen Orientierungsgrundlage erstrecken sich auch in der Djembemusik meist auf eine regelmäßige Anzahl von Elementarpulsationen, welche als Zyklus bezeichnet wird. Ein Zyklus besteht in der Djembemusik vorwiegend aus 12 oder 16 Pulsationen. Häufig findet man eine Verdopplung dieser, seltener eine höhere Formzahl.

 

 

 


Kreisnotation

 

Da diese Zyklen, vor allem an den Basstrommeln und an der Djembebasis, immer wieder, größtenteils unverändert, wiederholt werden, verwenden wir oft auch die Form des Kreises, um Rhythmen darzustellen.

 

Dieses von uns wahrgenommene kreisförmige Zeitverständnis bei der Djembemusik wurde uns einerseits von einigen Djembemusikern und andererseits von einigen Autoren bestätigt.

 

Rainer Pollak schreibt in seiner Arbeit über die Djembemusik in Bamako:

 

„Das Wesen des Pattern entspricht demnach eher einem zyklischen Zeitverständnis als der Vorstellung einer linear in der Zeit ablaufenden Pulsation“ (Pollak 1996:62)

 

Thomas Ott meint in seinem Buch gemeinsam mit Famadou Konate:

„Afrikanische Musik ist meist zyklisch (wiederholend, „kreisförmig“) organisiert.“ (Ott 1997:31)

 

Ein Grundkonzept einer solchen Notation wurde bereits von John Rycroft 1954 vorgestellt. (Rycroft 1954)

 

Der Anfangspunkt wird in der linearen Notation relativ willkürlich gesetzt, indem Breaks immer nur einmal, unwiederholt gespielt werden und innerhalb der Zyklen immer an derselben Stelle bleiben. So ist ein theoretischer Anfangs- und Endpunkt erkenntlich.

Alle Instrumente haben jedoch ihre eigenen Anfangs- und Schwerpunkte, die selten mit der im linearen Schriftbild erscheinenden ersten Elementarpulsation zusammenfallen.

Eine Kreisnotation ermöglicht die Darstellung eines Rhythmus also ohne die Vermittlung eines nicht existierenden Anfangspunkts.

 

 

So sieht eine leere Kreisnotation im 4er Feeling aus:

 

 


 

Die Symbole für die unterschiedlichen Sounds:

 

In der  Notation verwende wir für die unterschiedlichen Schläge an der Djembe folgende Symbole:

 

Bass

Open

Slap

 

Die Schläge an den Dunduns werden wie folgt geschrieben:

 

abgedämpfter Schlag

offener Schlag

Glocke

 

Ein einfacher Basisrhythmus sieht dann in unserer linearen Notation wie folgt aus:

 

 


 

Rhythmussprache:

 

Zum Erarbeiten der Rhythmen dient uns sehr oft eine einfache Rhythmussprache, welche die verschiedenen Laute für die unterschiedlichen Sounds an den Instrumenten nutzt. In vielen Musikkulturen der Welt sind solche Rhythmussprachen üblich. Eines der schwierigsten Systeme gibt es sicherlich in der indischen Perkussionsmusik.

In Westafrika sind die Laute nicht so fix strukturiert, sondern versuchen den Sound so gut wie möglich nachzuvollziehen.

 

Sehr häufig findet man:

 

 

BUM BU BU

 

TUN TU TU

 

TAK TAN TA
BUBUM

 

   
TUTUN

 

   
TATAK

 

   

 

 

 

Das oben notierte Beispiel klingt dann wie folgt:

 

 

  BUM - TUTUN  -  BU TAK  -  BUM  -  TATATUTUTATA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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